EXPERTISE


Prof. Dr. Francis Limbach verfügt über Fachkenntnisse des französischen Privatrechts, die er in Ausbildung erworben und in Praxis, Wissenschaft und Lehre vertieft hat. Sie decken im Kern das französische Vertragsrecht, Haftungsrecht, Erbrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht ab. Prof. Limbach ist außerdem deutscher und französischer Muttersprachler.

Francis Limbach verfügt über langjährige Erfahrungen als Berater, Gutachter und Sachverständiger des französischen Privatrechts, zunächst als Mitautor wissenschaftlicher Gutachten (zusammen mit Prof. Dr. Claude Witz), seit 2016 in eigener Verantwortung. Zuvor war er u. a. Rechtsanwalt am French Desk des Frankfurter Büros der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer.

 

Francis Limbach ist Absolvent eines französischen rechtswissenschaftlichen Studiums. Er hat das juristische Diplôme d’études universitaires générales (Universität des Saarlandes / Universität Nancy) und die Maîtrise en droit (Universität Toulouse) erworben. Er verfügt außerdem über die Eignung zum französischen Rechtsanwalt (avocat), erworben an der École de formation professionnelle des barreaux de Paris.

Als hauptamtlicher Assistent am Lehrstuhl für französisches Privatrecht der Universität des Saarlandes, wurde Francis Limbach mit einer französischsprachigen Dissertation zum Docteur en droit promoviert (Universität Toulouse / Universität des Saarlandes). Sie ist im Verlag Librairie générale de droit et de jurisprudence erschienenen. Im Anschluss wurde ihm vom Conseil National des Universités die Befähigung zum Amt des französischen Hochschuldozenten (Maître de conférences) verliehen. Von 2017 bis 2019 war er als Professurvertreter an der Universität des Saarlandes für die Lehre des französischen Privatrechts am Centre juridique franco-allemand verantwortlich. Er ist aktuell Lehrbeauftragter an der Universität Straßburg.

Francis Limbach ist Autor zahlreicher französisch-und deutschsprachiger Publikationen. Erschienen ist 2019 seine umfassende Bearbeitung des französischen Erbrechts (Loseblattsammlung Ferid/Firsching/Dörner Hausmann, Internationales Erbrecht). Er hat außerdem verschiedene Beiträge zum französischen Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Verjährungsrecht und Internationalen Privatrecht verfasst, veröffentlicht u. a. im Recueil Dalloz, in der Revue trimestrielle de droit civil, in der Revue Lamy droit des affaires und in der Praxis des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts (IPRax). Er hat zahlreiche Fachvorträge in französischer und in deutscher Sprache an Universitäten in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz und in Luxemburg gehalten.

Francis Limbach ist deutscher und französischer Muttersprachler und verfügt über beide Staatsangehörigkeiten. Er blickt auf mehrjährige Aufenthalte (Schule, Studium und Referendariat) in Frankreich, den USA und dem englischsprachigen Kanada zurück.

Anspruch und Ehrgeiz der Gutachtenpraxis ist die fundierte, prägnante und für deutsche Juristen verständliche Aufbereitung des französischen Rechts.

Francis Limbach ist deutscher Volljurist und habilitierter Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine Gutachten und Auskünfte zum französischen Recht sind in deutscher Sprache verfasst und berücksichtigen die Vorbildung deutscher Juristen. Besondere sorgfältig werden methodische Ansätze oder Rechtsfiguren des französischen Rechts erläutert, die im deutschen Recht keine Entsprechung haben.

Das Anfertigen von Rechtsgutachten und das Erteilen von Rechtsauskünften bilden die Kerntätigkeit der Gutachtenpraxis. Es handelt sich um Leistungen, die vorrangig und zeitnah erbracht werden. Das gilt insbesondere auch für die Anfertigung von Gerichtsgutachten im Rahmen des Sachverständigenbeweises.

 

Prof. Francis Limbach verfasst seine Gutachten selbst und in eigener Verantwortung. Er delegiert sie nicht an andere Personen.

Grundlage der Rechtsgutachten und Rechtsauskünfte bilden jeweils die relevanten Rechtsnormen unter Berücksichtigung ihrer temporalen Anwendbarkeit. Die Lösungen werden, soweit geboten oder sinnvoll, nach umfassender Auswertung der vorhandenen Rechtserkenntnisquellen (Gesetzesmaterialien, Rechtsprechung, Literatur, sonstige Instrumente) erarbeitet und erläutert.

Zweifelsfragen bedürfen besonderer Sorgfalt. Sie werden ausdrücklich als solche identifiziert und nach kritischer Auseinandersetzung mit ggf. vorhandenen Positionen aus der Literatur auf Grundlage der französischen Methodenlehre geklärt. Stets wird kenntlich gemacht, ob und inwieweit die erarbeiteten Lösungen Allgemeingültigkeit beanspruchen können oder nur die Rechtsansicht des Autors wiederspiegeln. 

Ideen aus fremder Feder und insbesondere wörtliche Übernahmen werden sorgsam als solche kenntlich gemacht, in Gutachten werden sie mit entsprechenden Fundstellen versehen und auf Wunsch auch auszugsweise als Anlage beigefügt und ggf. übersetzt.

Rechtsauskünfte zum französischen Recht informieren in erster Linie über positives Recht, allgemein anerkannte und/oder in höchstrichterlicher Rechtsprechung geklärte Rechtsfragen. Bei kontroversen oder ungeklärten Rechtsfragen erfasst die Rechtsauskunft alle nach französischer Methodenlehre gangbaren Lösungswege und erläutert mit Blick auf die Interessen des Auftraggebers die Argumente und Gegenargumente der in Betracht gezogenen Ansätze.

 

Gerichtsgutachten folgen per se dem Gebot der strikten Neutralität: Kontroverse und ungeklärte Rechtsfragen werden nach bestem Wissen und Gewissen bei sorgfältiger Abwägung der relevanten Gesichtspunkte unter Anwendung der französischen Methodenlehre und ohne Rücksicht auf bestehende Parteiinteressen vom Autor selbständig beantwortet.

Das gleiche Gebot der Neutralität gilt auch für Gutachten, die von einer Partei privat in Auftrag gegeben werden. Auch sie sind dazu bestimmt, im Rechtsverkehr Beweis über eine bestimmte Rechtslage zu erbringen. Gerichte, Parteigegner und sonstige Beteiligte, denen sie vorgelegt werden, müssen auf die Vollständigkeit und Richtigkeit des Gutachtens vertrauen können. Vor diesem Hintergrund wird möglichst zu Beginn der Recherchen geprüft, ob absehbar ist, dass die Untersuchungsergebnisse den Zielen des Auftraggebers gerecht werden. Ist das nicht der Fall, kann die Bearbeitung frühzeitig abgebrochen und die Entstehung unnötiger Kosten vermieden werden.